Das Gesellschaftshaus der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik wurde 1898–1900 als unternehmenseigenes Traditionshaus errichtet. Es ist vor allem für sein À-la-carte-Restaurant mit nationaler und internationaler Küche auch unter dem Namen Casino bekannt und gilt als eines der besten Restaurants in Deutschland. Doch auch musikalisch weist das Gesellschaftshaus eine beachtliche Historie vor. Zunächst als Versammlungsstätte für werksinterne Vereine wie dem BASF-Gesangverein oder dem Werksorchester genutzt, wurden Frühjahrs- und Herbstkonzerte ausgerichtet und in den Folgejahren hochkarätige Künstler wie die Berliner Philharmoniker, Richard Strauss oder Wilhelm Furtwängler eingeladen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Speisesaal bis Ende der Vierzigerjahre der einzig größere intakte Saal im gesamten Raum Mannheim-Ludwigshafen. Als erstes Konzert fand dort bereits am 14. November 1945 wieder ein Duo-Abend für Klavier und Violine statt, zahlreiche weitere Klavier-, Kammermusik- und Liederabende folgten. Heute sind im Gesellschaftshaus neben der kammermusikalischen Matineereihe zum Beispiel auch die "Jungen Pianisten" zu erleben. Und mit Konzerten aus den Reihen "Enjoy Jazz", "Querbe@t" oder den "Chill-Out-Konzerten" hat sich das Traditionshaus endgültig als gegenwartstauglich erwiesen